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Training Tokio

Der Größte Ballungsraum der Welt. Mit vielen Hochhäusern und ich laufe flach am Sumida River. Meine erste Reise nach Japan war also nicht wegen eines Wolkenkratzer Rennens, sondern mit Anna Hahner um dort schon mal vorolympische Luft zu schnuppern. Der Zwischenstopp lag auf der Reise ins Wintertrainingslager nach Neuseeland perfekt zwischen drin. Während wir vor 2 Jahren bei der Reise auf die andere Seite der Welt noch einen 4 stündigen Aufenthalt in Bangkok genutzt haben, um ein paar Kilometer im Flughafenparkhaus zu laufen und die Beine locker zu bekommen, war der Zwischenaufenthalt nun 6 Tage. Eine Zeit, in der es in Deutschland geregnet und geschneit hat und Tokio mit 5-15 Grad perfekte Winterlauf Bedingungen hatte. Trainingstechnisch hatte ich für Anna in der Ruhewoche die Erholung und vor allem die Adaption an die neue Zeitzone eingeplant. Für mich selbst war es die Zeitumstellung + eine Belastungswoche. Wobei wir dasselbe, bzw. ich sogar ein bisschen weniger trainierte. Und das ist der Unterschied zwischen Marathon und Treppenlauf. Der Unterschied zwischen Athlet und Trainer und leider auch der Unterschied zwischen guter Entlastung und anstrengender Belastung.

Genug Zeit blieb dann noch, um Sushi zu essen. Was ich schon auf meinen zahlreichen Asienreisen testen durfte, ist in Tokio von überragender Qualität. Wenn der Fisch wie Schokolade auf der Zunge zergeht, ist das wirklich beeindruckend wie perfekt in Tokio Sushi gelebt wird und wie unübertroffen es schmeckt. Neben den kulinarischen Highlights war es sicher der Besuch des noch in Bau stehenden Olympischen Dorfs der Spiele 2020 in Tokio. Beindruckend, was in den kommenden gut zwei Jahren entstehen wird. Auf Grund des überall allgegenwärtigen Platzmangels in der Stadt bin ich mir sicher, es werden hohe Gebäude werden. Vielleicht mit dem Traum vieler Japaner: einer echten Deutschen Küche. Mit viel Platz, großer Arbeitsplatte und bester Verarbeitung. Aber egal wie die Küche aussehen wird, es wird sicher eines geben, Treppenhäuser. Sicher als Fluchtweg, vielleicht zum Training der Olympioniken oder einfach nur als kleine Hommage ans Treppenlaufen.

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